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100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche – Buchreview

100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche bringt uns, an der Seite des Autors Michael Berndt, einmal quer um den Globus. 

Ich möchte mich herzlich dafür bedanken, dass mir der Autor und der Verlag ein Print-Leseexemplar haben zukommen lassen.

100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche – meine verrückte Reise um die Welt
riva-Verlag
978-3-7423-0280-9
16,99€

Und jetzt gibt mal die böse Bloggerin ihren Senf dazu. ;)

Michael Berndt lebt sein ganzes Leben lang in einem kleinen Dorf, in Sachsen. Er lernt den Beruf des Metzgers, hilft seinen Eltern auf den Hof und beschließt eines Tages, bevor es zur Bundeswehr geht, dass es noch etwas anderes in seinem Leben geben muss. 

Er entschließt sich mit wenig Gepäck und vor allem nicht gerade viel Geld nach Australien aufzubrechen; der Beginn einer fulminanten Reise. 

Innerhalb von acht Jahren führt ihn seine Reise, die nach Australien keinesfalls endet, in insgesamt 100 Länder dieser Welt. Was als kleines Abenteuer begann, nimmt gewaltig(st)e Ausmaße an, was seine Eltern nicht immer glücklich stimmt. Mehr oder weniger wünschen sie sich ihren alten Michael zurück, der sich morgens ums Vieh kümmert und anschließend seinen Arbeitsplatz aufsucht. 
Aber Michael merkt relativ schnell, dass er in dieses alte Muster nicht mehr zurückfallen möchte und macht sich auf zu einer weiten Reise, bei welcher er sich auch irgendwann “die Bedingung stellt” in jedem Land eine Frau (mindestens.) flachzulegen. 

Und auch das Thema Drogen, welchem er schon hier in Deutschland nicht abgeneigt war, begleitet ihn auf seiner Reise. In jedem Land, die bekannteste Droge zu konsumieren, sein Wagnis und Ziel. 

Dass er damit – und mit vielen anderen Dingen auch – mehr als einmal sein Leben aufs Spiel setzt, fällt ihm (gefühlt) erst dann auf, wenn es schon beinahe zu spät ist. 

Beim lesen des Buches erwarten eine Länder, wie Australien, Neuseeland; China und Japan; Amerika – und das alles vor einer Zeit, wie der heutiger… wo diese weiten Fernreisen mehr oder weniger ein “Klacks” sind, wenn man sich wirklich dahinter klemmt. 

Man ließt Sachen im Buch, von denen ich ganz genau weiß, dass ich sie niemals erleben möchte; auch wenn ich etwas von der Welt sehen will. 

Es ist teils amüsant zu lesen; bei einigen Passagen schüttelt man den Kopf und bei wieder anderen haut man sich die Hand vor die Stirn, vor so viel “Chaot”, die in diesem Menschen steckt. 

Leider musste ich mir hin und wieder auch an den Kopf fassen, bei manchen Äußerungen, die Michael getätigt hat. 

Ich sehe z.B. Shibuya nicht als Elektronikviertel Japans an, sondern eher Akihabara. Das Museum in Hiroshima ist nicht das Kriegs-, sondern das Friedensmuseum (ein kleiner, feiner Unterschied, wie ich finde).

Auch zu sagen, dass “Backpacker gern trinken und kiffen.” Sorry, nein. Das sehe ich anders. Und ja: auch ich kenne genug Backpacker, die nicht so leben und reisen. ;) 

Der Schuss gegen Blogger am Ende des Buches… da musste ich schon sehr lachen. Schließlich hatte der gute Michael Blogger gesucht, die sein Buch rezensieren. Dass diese meist mit Selfie-Stick unterwegs sind (habe selber noch nie einen in der Hand gehabt) und alles auf einer Website nachlesen (von der ich noch nie etwas gehört habe!) stimmt auch nicht so ganz… 
Aber diesen Zahn konnte ich ihm bereits in einem Privatgespräch ziehen und er selber hat gemerkt, dass er alles über einen Kamm geschert hat, was man nicht tun sollte, wenn man so weltoffen ist. ;) 

Alles in allem ist das Buch aber eine schöne, ereignisreiche Ansammlung von Geschichten aus aller Welt. Leider kommen einige Länder zu kurz oder gar nicht vor; aber das ist verständlich. Bei acht Jahren Reisen passt nicht alles in ein Buch. Der Lesefluss, der durch Wort- und Satzwiederholungen gerade am Anfang ein wenig gestört war, wird ab dem dritten Kapitel sehr flüssig, sodass man das Buch auch gut in einem Rutsch durchlesen kann. 

Michael Berndt entführt mit seinem Buch auf die verschiedensten Kontinente, zeigt am Ende aber auch, dass das Zuhause meist etwas ist, von dem wir es am Anfang unserer Reise gar nicht gedacht hätten. 

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