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Japan – das neue Bali?

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich mir bezüglich dieses Themas auf meinem Blog Luft mache… nachher unterstellt man mir Eifersucht und Co, aber daraus resultieren meine Gedanken keineswegs. 

Schon seit längerer Zeit beobachte ich in unzähligen Reisegruppen online, Foren und Co, dass Japan zu dem Reiseziel schlecht hin mutiert. Warum ist dem so? 

Aber nicht nur die Reiseindustrie hat es nach Japan verschlagen. Die japanische Küche, die japanische Gesundheit, selbst die japanische Einstellung zum Sparen schwappt rüber nach Deutschland in einem Ausmaß, was ich für wahnsinnig groß halte. Wahnsinnig groß, aber wahnsinnig. 

Schon in Japan selber hatte ich zum Teil Leute in Unterkünften gehabt, die nur wenig bis gar kein japanisch gesprochen haben und sich erhofft haben, dass englischsprachige Jobs an Bäumen wachsen oder das es geringe Mieten gibt. Das war leider nicht immer so und ich glaube, dass diese Personen das auch früher oder später gemerkt haben. Auch die Tatsache, dass Japan als Reise- und Urlaubsland alles andere als günstig ist, schreckt anscheinend nicht viele davon ab, dieses Land bereisen zu “müssen”, um zu sagen: “Ich habe Japan gesehen. Ich war dort und ich kann mir ein Bild machen.” 

Dass diese Reisende, wenn es hoch kommt, drei der berühmtesten Städte besuchen (Tokyo, Osaka und Kyoto) und alles andere hinter sich lassen, muss ich dazu nicht erwähnen. 

Ich frage mich in letzter Zeit nur: warum ist das so? 

Vor einigen Jahren, ich war gerade Bloggerfrischling unterhielt man sich online über Länder, wie Thailand und Bali. Schöne Natur, gutes Essen, günstige Preise – das ideale Land für Backpacker und die, die es werden wollen. Für alle Solo-Reisende, die weit weg wollen. Für viele, die wenig Geld zur Verfügung haben und dementsprechend nicht viel ausgeben möchten. (Wo es Bali hineinmanövriert hat, hat Ute von Bravebird in diesem Artikel sehr passend beschrieben: 7 gute Gründe, nicht nach Bali zu reisen

Und nun stelle ich mir die Frage: warum Japan? Ja! Japan hat eine wunderschöne Natur, selbst in den Großstädten, wunderbares Essen, eine tolle Mythologie und vieles, was sich lohnt, es kennen zu lernen. Doch die schönste Natur, wird von den jetzigen Urlaubern nicht oder nur sehr wenig gesehen. Kaum einer verlässt die Touristenpfade und läuft alleine durch das Land der aufgehenden Sonne, ohne von tausenden Menschen umringt zu sein. Und, weiß Gott, Japan ist nicht günstig. Ja, man kann auch in Japan Geld sparen, in dem man nicht im Kombini einkauft und die Möglichkeit ergreift bei heimischen Supermärkten oder am Straßenrand etwas einzukaufen. Aber das machen im Urlaub die wenigsten. 

Wieso also Japan? 

Ich liebe Japan. Ansonsten hätte ich niemals ein Jahr dort verbracht und würde nicht immer wieder mit einer Spur meines Herzens dorthin wollen. Aber Japan ist und bleibt ein teures Pflaster, welches ich mir während meiner jetzigen Ausbildung, nicht in vollem Rahmen leisten kann, weshalb der nächste Trip zwar geplant, aber nicht ausgeführt werden kann. 

Auch möchte ich niemanden in seiner Reiselust einschränken. Ich denke auch, dass viele mehr von Japan erleben wollen, als der übliche Touristenstrom vermuten lässt. Mich interessiert nur: wieso jetzt? Wieso haben sich die Traumziele Richtung Japan orientiert? 

Ist es das Unbekannte? Das, was scheinbar noch niemand kennt und nur die wenigsten gesehen haben?

Wie steht ihr dazu? Lasst es mich wissen! Ich freue mich drauf!

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