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Tag 10 | Arbeit, Unterkunft, Gewinnspielausschüttung

tag10

Heute startete mein erster Tag, in Japan, mit Arbeit!
Also machte ich mich früh fertig und ging runter zur Bahnstation, was mich jedes Mal 15 Minuten kostet. Die Bahnfahrt selber schlug mit 45 Minuten zu buche (aber ich hatte das Glück, dass ich direkt durchfahren konnte) und weitere 15 Minuten brauchte ich zum Arbeitsplatz. Zwischendurch machte ich noch kurz Halt in einem Supermarkt um für mein Mittagessen zu sorgen, welches ich in der Vorschule essen wollte. An der Räumlichkeit angekommen, stand ich erst einmal vor verschlossener Tür.
Nun stand ich also da und wartete. Und das ca. 40 Minuten, da ich mich wohl in der Zeit vertan hatte. Tja. Unpünktlichkeit konnte man mir somit nicht nachsagen.

Also betrat ich gemeinsam mit der Dame, die das Interview geführt hatte – Leitung der Vorschule – und einigen Kindern, welche sie mit dem Auto abgeholt hatte; was ein Service, die Räumlichkeit. Kaum im Raum angekommen, wurde ich dazu aufgefordert bei zwei Kindern die Windeln zu wechseln.

Ich war ein wenig verwirrt, schließlich kannte ich die Kinder noch nicht einmal und hatte sie wenn erst für eine Stunde gesehen. Um meinen Job nicht zu gefährden, nahm ich mich also den Kindern an und begann sie zu wickeln. Sie scheinte es wohl nicht zu stören. Vielleicht kannten sie es ja schon, von “Fremden” gewickelt zu werden.

Anschließend bekam ich die Rückmeldung, dass sich meine Arbeitszeit für den heutigen Tag geändert hatte. Statt bis 14:30 Uhr zu arbeiten, konnte ich heute bereits um 12:45 Uhr die Räumlichkeiten verlassen.
Damit hatte ich nicht gerechnet und war auch ein wenig verwundert, weil ich mich eigentlich auf diese Aussage (und das damit verbundene Gehalt) verlassen hatte. Aber sträuben konnte ich mich schließlich auch nicht, also nahm ich die Arbeitszeit wahr, die sie mir für heute eingeräumt hatten. Leider verlief alles ein wenig chaotisch, weshalb ich mir oft ein wenig fehl am Platz vorkam.
Da heute eine weitere Dame im Haus war, war meine Anwesenheit ein wenig überflüssig – das hatte ich jedenfalls im Gefühl – und war erst wieder involviert, als es um das Mittagessen der Kleineren ging, während die Großen noch an einer Tanzstunde teilnehmen sollten. ALLES IN EINEM RAUM!

Einige Kinder hatten ihr Mittagessen von Daheim mitgebracht, andere bekamen etwas gestellt. Das bestellte Essen sollte noch einmal geteilt werden, weshalb unterm Strich, meines Erachtens nicht viel für ein Kind übrig blieb. Aber gut…

Um 12:45 Uhr durfte ich, nachdem ich den Raum gesäubert hatte – zwischen all den Kindern, auf den Heimweg machen.
Zuvor bekam ich noch die Information, dass ich das nächste Mal erst in der übernächsten Woche gebraucht wurde und ich bis dahin meine Freizeit genießen konnte. Moment mal: hieß es gestern nicht noch, dass sie ganz dringend Leute brauchten? Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich erwidern sollte, hielt mich aber auch bedeckt. Was sollte ich denn auch schon sagen oder formulieren?
Glücklich war ich mit diesem Zustand jedoch nicht, weshalb ich mir in diesem Augenblick einen Plan B zurecht legte. Die Jobsuche sollte beginnen – ein zweites Mal.

Daheim angekommen und wieder mit dem W-Lan-Netzwerk verbunden, bekam ich die Rückmeldung, dass irgendetwas mit meiner Anmeldung, bezüglich Handyvertrag nicht stimmte. Das Foto, welches ich bzw. eher mein Betreuer eingesendet hatte, wurde nicht richtig erkannt, konnte demnach also nicht zugeordnet werden. Also war es nötig ein weiteres Mal ein Foto einzusenden. Ich hatte das Glück, dass eine Mitbewohnerin mir die E-Mail, die ganz und gar in japanisch geschrieben war, übersetzen konnte und mir auch weiter durch den Anmeldevorgang half.

Mein letzter Weg an diesem Tag führte mich zum Supermarkt (ca. 25 Minuten Fußweg entfernt), in welchem ich es mir an diesem Tag nicht nehmen ließ, eine – wenn auch etwas teure, aber reduzierte! – Wassermelone zu kaufen. Es war zwar nur 1/4, aber damit kam ich schon zurecht. Denn immer nur Bananen oder Pfirsiche aus der Dose schmecken einem Obstfanatiker leider kaum auf Dauer…

Der besondere Höhepunkt an diesem Tag war aber den Gewinner des ersten Gewinnspiels zu kühren. Den Beitrag dazu findet ihr hier.
Ich freue mich, dass im Enddefekt doch so viele mitgemacht haben und überlege schon, wann das nächste Gewinnspiel für euch startet.
Seid gespannt~!

2 Kommentare

  1. Das hört sich ganz nach meinem ersten Arbeitstag an. Am nächsten Tag konnte ich mich nicht mehr an die ganzen Namen erinnern… xD

    Viele Grüße aus Tokio
    Tessa

    • Haha, wie gut, dass es nicht nur mir so erging. :D

      Liebe Grüße – aus Tokio ;) – zurück. :)

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