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Tag 7 | Hochwasserwarnung per Smartphone – fortschrittliches Japan!

Immer noch in Kyoto, bei weniger Regen, hatten wir die Hoffnung die Nijo-Burg (die einzige Burg in Kyoto) besuchen zu können. Doch leider hatte uns der Taifun bzw. die Warnung vor eben diesem leider einen Strich durch die Rechnung gemacht: die Burg war geschlossen.
Also mussten wir umstrukturieren. Und wie das aussah, erfahrt ihr nun… :)

Stattdessen ging es für uns nach Teramachi; einer berühmten Shoppingmeile Kyotos. Seien wir ehrlich: es war nicht die schlechteste Ausweichmöglichkeit. ;)

Gemeinsam stürmte ein Teil von uns in einen kleinen Laden, welcher an eine Spielhalle erinnerte oder eher an: Kirmes! All die netten Greifautomaten hatten etwas von: im Sommer bei Mama und Papa betteln, dass sie doch ein Stofftier aus diesen Greifautomaten holen sollten.
(Dazu muss ich sagen, dass meine Mama das auch wirklich kann! Ich staune immer wieder; gerne hätte ich sie in Japan bei den Automaten erlebt, in welchen teure Preise steckten, wie Smartphones&Co – aber dazu wird es leider nie kommen…
Was dazu kommt: dieses Talent habe ich leider nicht vererbt bekommen… Das ärgert einen schon.)

Anschließend besuchten wir einen 100¥-Laden und wer dabei war, kann garantieren: es war der Tod. Der Tod meiner Geldbörse. So viele tolle, japanische Sachen und alles nur für 100¥; ich war der glücklichste Mensch der Welt.
Briefpapier, Fächer, Schüsseln, Stäbchen – am Ende war ich 5400¥ los und habe ernsthaft überlegt, ob Japaner bei unseren 1€-Läden in Deutschland in Kaufrausch verfallen. Wahrscheinlich eher nicht. Verständlicherweise.

Nach einem kurzen Abstecher in die Ponto-Cho, einer Speis- und Kneipenstraße ging es doch wieder für uns zurück in die Shoppingstraße.

Hier haben wir uns in einem Burger-Laden ein kleines Menü gegönnt. Mit dabei: ein Ei. Ein normales, hartgekochtes Ei. Es lag aber nicht einfach so dabei, nein.

ES WAR IN PLASTIK VERSCHWEISST!

Ich weiß: Japan hat alles andere als ein schlechtes Gewissen Plastikmüll zu produzieren, während Deutschland inzwischen eine Gebühr auf die kleinen Plastiktüten erhebt, aber das fand ich nun wirklich übertrieben.
Natürlich esse ich das Ei ohne Schale. Es hätte also keinerlei Verpackung gebraucht. Aber gut: Jeder Jeck is anders… Wie auch jedes Land. Bei ihren Umweltideen.

Besagtes Ei:

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Nachdem wir das Menü verspeist hatten, holten wir uns am gegenüberliegenden Stand noch ein Taiyaki. Ein aus Teig geformter Fisch, üblicher- und traditionellerweise gefüllt mit Anko (süßer roten Bohnenpaste). Unsere Reiseleitung ließ verlauten, dass es wohl neben dem traditionellen nun auch welche mit Süßkartoffeln und auch Schokolade geben soll. Nach den Schokoladen-Taiyakis mache ich mich während meines Work&Travels auf die Suche. Hoffentlich finde ich sie. :D

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Als abschließender Punkt diente heute eine Kimono-Modenschau, welche wir im Nishijin-Textilzentrum erleben durften.

Man präsentierte uns wundervolle Kimonos; doch bei den großen Preisen war ein Kauf leider so gut wie unmöglich. Vielleicht ja beim nächsten Mal… Wer weiß das schon?

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Als anschließend die Smartphonebesitzer, die ein iPhone – somit Apple – ihr Eigen nennen konnten eine SMS vernahmen, wurde uns irgendwie ganz anders.
Es lag eine Hochwasserwarnung vor und man machte darauf aufmerksam, sich so schnell es eben ging wieder daheim einzufinden.
Da die SMS rein japanisch gehalten war und wir alle davon nichts lesen konnten, hatten wir das große Glück, dass unsere Reiseleitung den Text übersetzen und uns anschließend zum Hotel zurücklotsen konnte.

Den Abend verbrachten meine Zimmerkameradin und ich vor dem Fernseher. Es lief ein Pokémon-Kurzfilm. In eine der Hauptrollen mein Lieblingspokémon Blitza.
Ich fands super! ♥

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