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Auf in die Hölle! [Kyushu-Trip]

Am 26. Mai 2017 ging es für mich – zum Abschluss meines Kyushu-Trips – nach Beppu. Eine Großstadt, die vor allem für ihre Badeoasen bekannt ist und mir besonders wichtig war, wegen der Höllen Beppus. Doch was es damit alles auf sich hat… Entdecke selbst! ^.^

Es ging schon relativ früh am Morgen in Nagasaki los. Leider war es ein wenig schwer meine Busstation zu finden, weil diese nicht ausgeschildert war und so musste ich durchfragen. Aber mit Hilfe der freundlichen Japaner, die hin und wieder ihr Englisch aufpolieren wollten ;) – habe ich meinen Abfahrtsort doch noch gefunden.

So ging es also auf nach Beppu, wo ich am frühen Mittag ankam. Da ich nicht am Bahnhof ankam, was mich doch sehr verwunderte, musste ich mich erst einmal durch das Örtchen Richtung Bahnhof vorarbeiten. So schlich ich durch kleine Gassen, begegnete einigen Katzen, die mich ein wenig argwöhnig betrachteten und landete nach ca. 20 Minuten Fußweg am Bahnhof Beppu, in welchem ich erst einmal nach einem Restaurant Ausschau hielt, da ich nur eine Scheibe Toast zum Frühstück gehabt hatte. 

Anschließend machte ich mich schlau, wie ich die Höllen Beppus erreichen könnte. Dies sind insgesamt acht heiße Quellen, in welchen man nicht baden kann, weil dort das Wasser zu heiß ist. Aber sie sind wunderschön durch ihre verschiedenen Farben anzuschauen. Somit besorgte ich mir einen Buspass und erreichte so jede einzelne der Quellen und verbrachte so meinen Tag.



Als erstes landete ich am See Umi-Jigoku, dessen kobaltblaue Farbe mich unheimlich begeistert hat. Einfach nur Wahnsinn! Lustigerweise werden oftmals Eier in das Wasser gehalten, damit diese kochen. :D



Auch die anderen heißen Quellen waren ein absolutes Highlight meines Abenteuers. Zum Beispiel die Chinoike-Jigoku, die ich bis heute liebevoll “die größte Tomatensuppe” der Welt nenne. Aber sie sieht nun einmal so aus!

Nachdem ich mich an den Schwefelgeruch, welcher vor allem bei der ersten Quelle sehr extrem war, gewohnt hatte, setzte ich mich an eine kleine, heiße Quelle in der Nähe, bei welcher man die Füße reinhalten konnte. Auch im Hochsommer eine unheimlich schöne Idee und dir absolut zu empfehlen!

Nach diesen beiden Quellen ging es zur Oniishibozu-Jigoku. Einer blubbernden Schlammlandschaft, im herrlichen Grauton. Die Blubberblasen, die aufgehen sind lustig anzusehen – vor allem, wenn sie platzen. :D

Daraufhin ging es zur Kamado-Jigoku, eine 80°C heiße Quelle. Wieder in einem herrlichen Blau gehalten; nebenan eine kleinere braune (ähnlich sandige) Quelle. ^.^


Nun ging es zur Yama-Jigoku. Schöne steinige Felsen und ein wenig Tomatensuppe.

Ein eher überraschendes Ereignis, erwartete mich bei der Oniyama-Jigoku. Hier erwarteten einen Danger-Schilder und das nicht für umsonst. Krokodile. Diese werden dort vor Ort gehalten. Ich fand es ein wenig eng für die Tiere, weiß aber nicht, wie sie das Jahr über gehalten werden… Aber da ich sowieso ein wenig vorsichtig bei solchen Raubtieren bin, ging es für mich relativ schnell weiter. 

Nachdem ich mir die vorhin bereits erwähnte Tomatensuppe angesehen habe, ging es zum Schluss noch zum Tatsumaki-Jigoku. Einem Geysir. Hier setzt man sich mit anderen Leuten auf Holzbänke und erwartet das Spektakel; das lässt aber selten lange auf sich warten. ;) 

Einen kurzen Abstecher im Souvenir-Shop gab es zum Abschluss natürlich auch noch. Dieses Mal habe ich aber tatsächlich nichts mitgenommen, außer jede Menge schöner und beeindruckender Erinnerungen an die Höllen Beppus.

Daraufhin ging es für mich, im wunderbaren Sonnenschein, zurück zur Busstation, welche mich zurück zum Ausgangspunkt meiner Reise brachte; die Bushaltestelle, ein wenig außerhalb. Dafür aber sehr nah an der Bucht. Dort habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein Sandbad zu nehmen; das erste in meinem Leben. Und hoffentlich nicht das Letzte!


Dieses durfte ich im “Beppu Beach Sand Bath” – GENSEN KAKENAGASHI zu genießen. Für 1030Yen hatte ich die Möglichkeit 15 Minuten, in einen Yukata gewickelt, unter warmen Sand die Augen zu schließen. Okay: das war nicht das Ziel, aber dies ist mir passiert… 
Wichtig hier zu wissen: es existieren Coin-Locker, für 100Yen das Stück (das Kleingeld nicht vergessen) und das Onsen, die Umkleide anschließend ist nicht sooo groß. :)

Nach diesem erfrischenden Sandbad ging es für mich noch kurz ans Meer, an die Beppu-Bucht. Es war ein unheimlich schöner Tag, welcher sich schon langsam dem Ende neigte, weshalb langsam das Abendessen auf dem Plan stand. 
Nachdem ich noch kurz in einem Secondhandladen war, ging es für mich in ein Restaurant, in der Nähe der Bushaltestelle. Hier ging abends mein Bus zurück nach Fukuoka. Und mein Flug – zurück nach Deutschland – ließ auch nicht mehr lange auf sich warten…

Ihr habt Interesse an den Höllen Beppus? Dann schaut mal auf dieser Website vorbei – Kamado Jigoku!

Wer nach Beppu kommt: ich wünsche euch ganz viel Spaß! Wer nach Japan fliegt: überlegt euch in Beppu vorbei zu schauen! 
Es lohnt sich! ❤

Anzeige/Werbung, da Verlinkung. Reise selbst gezahlt.

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