Eine Erfahrung, nicht mehr. – Surfen in Irland

Eine Erfahrung, nicht mehr. – Surfen in Irland

Irland ist grün. In Irland gibt es Berge. Und Kühe. Und jede Menge Schafe. (Ich habe trotzdem mehr Kühe gesehen…)
Aber man rechnet gerade im „nassen, kalten“ Irland nicht mit einer Freizeitbeschäftigung: dem Surfen!

Ich habe mich – zum ersten Mal in meinem Leben – aufs Brett geschwungen und möchte heute mit euch meine Erfahrungen mit der Surfschule in Count Mayo gerne teilen.
Wer weiß, vielleicht reicht ein Trip nach Irland, statt den weiten Weg nach Australien auf sich zu nehmen, um sich in die Fluten zu stürzen? ;)

An einem Mittwochnachmittag ging es für mich Richtung Carrownisky Strand, welcher von meiner Unterkunft in Louisburgh ca. zehn Minuten (mit dem Auto!) weit und von Westport etwa eine Stunde weit weg sein sollte (so besagt es jedenfalls die Website).

Anmelden kann man sich ganz einfach über das Kontaktformular der Website oder einem kurzen Anruf, bei einem der Trainer. Meine Entscheidung fiel relativ spontan Montagabend.
Mittwoch stand bzw. kniete ich, nach Kontaktaufnahme per Mail und Telefon, auf dem Board.

Ich hatte das große Glück, dass meine Chefin mich zum Strand, welcher am Wild Atlantic Way liegt fahren konnte, denn Busse halten hier (wie gefühlt im Rest des Westens) keine. Die Surfschool bietet aber ab mind. acht Personen eine Abholung in Westport und bringt euch anschließend wieder zurück.

Für 30€ erhaltet ihr in der Surfschule die komplette Ausrüstung (Anzug, Schuhe, Surfbrett) und zwei Stunden im Wasser.
Die Gruppen sind alterstechnisch gemischt (ich war wahrscheinlich die mit Abstand Älteste, das ist mir vorher noch nie passiert), orientieren sich aber meistens an den mitgebrachten Fähigkeiten. (Bei mir waren wir eine Gruppe von acht Leuten; davon fünf Anfänger, einer stand bisher einmal auf dem Board, einer zweimal und der dritte dreimal.)

ein schnelles Foto, bevor es losgeht!

Nachdem ihr angekommen seid, müsst ihr euch als erstes in einen der Anzüge quetschen, welcher bei mir von voriger Runde noch ordentlich nass war und deswegen unheimlich geklebt hat. Das anziehen dauerte eine Weile, aber am Ende hatte ich es doch geschafft. Auch die Schuhe hatten – bei mir – schon bessere Tage erlebt, aber sie mussten ja ausschließlich für zwei Stunden halten; da war das kein Problem.
(Umgezogen wird sich übrigens in einem alten Container, welcher nur wenig Platz bietet…)

Anschließend werdet ihr gebeten ein Shirt überzuziehen, welche wunderschöne Signalfarben hatten. Orange, Neon-Gelb – so, dass man euch im Wasser immer erkennen und von anderen Surfern unterscheiden kann. (Das war an diesem Tag nicht unbedingt nötig, weil es die ganze Zeit non-stop gefisselt und geregnet hat; gefühlt war außer uns niemand am Steinstrand.)

Eure Mitbringsel (Taschen und Co.) könnt ihr übrigens im Anhänger bzw. Auto von einem der Trainer unterbringen. (Auch wenn ich hier ein bisschen Sorge hatte, dass meine Sachen verschwinden, weil die Tür nicht wirklich überwacht wurde…)

Anschließend bekam jeder von uns ein Surfboard zugewiesen und wir konnten es uns – so gut es eben ging – auf dem Stückchen Sand bequem machen, wo wir die ersten Anweisungen erhielten.

Wie hatten wir uns zu verhalten, wenn wir unter gingen? Welche Zeichen machten die Trainer, wenn wir zusammenkommen sollten?

Nach einer kurzen Einführung am Strand ging es ins Meer, um das bisher „gelernte“, in die Tat umzusetzen. Zwei Stunden sind nicht lang (auch wenn sie mir zwischendurch so vorkamen) und diese wollten genutzt werden.

der Carrowniskey Strand, am Wild Atlantic Way

Im Wasser gaben auf acht Anfänger immer zwei Trainer acht; in unserem Fall, sowohl eine junge Frau, Französin und ein waschechter Ire, wie er uns versicherte.

Das Surfen an für sich, lässt sich in meinen Worten folgendermaßen beschreiben: Es war eine Erfahrung, aber nicht mehr.

Daraus kann man schließen, dass man mich wohl nicht mehr auf ein Surfbrett bekommt. ;)
Ob es am schlechten Wetter lag oder an etwas anderem, konnte ich bis heute nicht festlegen.

Unsere Trainer haben sich jedenfalls bei jeder Person bemüht, dass sie Erfolgserlebnisse mit Heim nehmen kann. Sei es auf dem Brett zu knien oder tatsächlich schon aufstehen zu können und wirklich „zu surfen“, so wie man es eben von Fotos, Videos und der großen Medienwelt kennt.

eine Erfahrung – nichts weiter. :)

Ich war froh, dass ich diese Erfahrung, auch relativ spontan in Irland machen durfte und habe jetzt wahrscheinlich noch größeren Respekt, vor den Leuten, die das tatsächlich als Hobby betreiben. :D

Hier zusammenfassend noch einmal alle Informationen zu „meiner“ Surfschule:

Surfmayo
Mayo’s first surf school, established in 1998,
SurfMayo was one of the first surf schools and surf hire companies established in Ireland.
+353 87 778 6821
Carrowniskey Strand, Louisburgh, Co.Mayo (5,307.78 mi)
Westport, Ireland

Wenn ihr euer Glück im Wasser versuchen wollt, erzählt mir doch anschließend, wie es war! Ich freue mich auf eure Erfahrungen. ^//^

*Meine Erfahrungen sind in diesem Beitrag niedergeschrieben und die Ergänzung der Surfschule passiert nur vollständigkeitshalber. Ich habe keinerlei Bezahlung für eine Nennung erhalten.

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