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Kawaii! Hasen auf Okunoshima [Hiroshima-Trip]

Zum Ende meines Hiroshima-Trips ging es für mich auf die Haseninsel Okunoshima, auch als Rabbit Island bekannt, auf der hunderte von Kaninchen ein Zuhause haben. 

Wer mich kennt, weiß, dass ich Kaninchen einfach über alles liebe – sie schon seit meinem sechstem Lebensjahr zu meinem Leben dazuzählen darf – und während meines Working Holidays auch einen Schnuffel in Deutschland sitzen hatte, den ich unheimlich vermisst habe. 
Dieser Ausflug machte somit Träume war!

Auch Kaninchen können mal alleine sein.

Nachdem ich aus meinem Hostel ausgecheckt hatte, ging es für mich erst einmal zum Bahnhof Hiroshima. Von da aus setzte ich mich in den Zug und war zwei Stunden im Bummelzug unterwegs. An der Tadanoumi JR Station angekommen wurde ich erst einmal von Grundschulkindern belagert, die ihre selbstgestalteten Wanderkarten unter die Leute – vorzugsweise Nicht-Japaner – zu bringen und ihr Englisch zu probieren. Ehrlich gesagt war ich ein wenig überfordert und wusste auch erst einmal nicht, worum es ging, da sie einen nicht haben ausreden lassen; aber gut: sie waren nervös. ^.^

Auf zur Haseninsel!

So ist der Bahnhof gleich zu erkennen.

Anschließend ging es für mich zum Fährhafen, von welchem aus alle 15/20 Minuten eine Fähre in Richtung Okunoshima geht. Man weiß auch gleich, wo es Tickets zu kaufen gibt – alles mit “Rabbit Island”-Sticker dekoriert. Die Fähre kostet 310Yen. Wichtig: im Shop, wo man seine Fährtickets ordern kann, könnt ihr auch kleine Leckereien für die Mümmelmänner kaufen – diese gibt es nicht auf der Insel! Also kauft ein… die Kaninchen werden sich freuen! (Übrigens: solltet ihr die Möglichkeit haben, Frischfutter mitbringen zu können – Karotten, Salat und auch gerne Apfelscheiben sind bei den Kaninchen genauso gerne gesehen, wenn nicht sogar noch lieber. ^.^)

Mit der Fähre dauert es ca. 15 Minuten, um die Insel zu erreichen. Was ich sehr schade fand: während der Überfahrt erhaltet über den Lautsprecher den Hinweis, dass ihr keine Tiere mit auf die Insel bringen dürft – aber auch keine von der Insel mitnehmen dürft! Schade drum. 

Gleich auf der Insel angekommen, werdet ihr umringt, begutachtet und beschnüffelt. Das reinste Paradies! 

(Und da Bilder mehr sagen, als tausend Worte…)

Zum Mittagessen habe ich mich in das – gefühlt – einzig noch vernünftige, “ganze” Gebäude der Insel gesetzt. In das Hotel; genauer gesagt in das dazugehörige Restaurant. Hier habe ich mir ein Curry gegönnt, mit der Aussicht auf Kaninchen, welche draußen umherhoppelten. 
Wichtig: immer darauf achten, dass euch die Kaninchen nicht in das Gebäude folgen. ;) 

Daraufhin ging es für mich ein wenig zum shopping. Natürlich waren die Japaner wieder super erfinderisch und es gibt Schokolade, in Köttel-Form zu kaufen… Ich kannte es ja schon; ist aber immer wieder lustig. ^.^

Anschließend habe ich mich bis an den “Strand” gewagt und habe beinahe ein kleines Kaninchenpärchen beim kuscheln gestört…

Ein Kaninchenpaar beim kuscheln.

Die Geschichte zu “Rabbit-Island”

Überall Kaninchen zu sehen, dass war ein absoluter Traum für mich. Vor allem, weil ich meinen Flecky schon so lange nicht mehr gesehen hatte. Es war traumhaft!
Die Geschichte, warum diese Kaninchen aber zu hunderten auf dieser Insel leben, ist leider nicht so schön zu lesen:
auf der heute bekannten Haseninsel wurden Kriegswaffen produziert. Und zusätzlich: Giftgas. Auch, wenn Japan gesagt hatte, dass sie Abstand von Gas nehmen, so ganz stimmte das nicht. Also wurden die Tiere der Insel ausgerottet und Fabriken hochgezogen. 
Als 1945 alles vorbei war, hat man wohl Kaninchen auf der Insel ausgesetzt, um zu erfahren, ob die Luft wieder rein war. Dies war anscheinend der Fall. Seitdem vermehrten sie sich, ohne Einschränkung.

Aber heute haben sie mehr oder weniger ein kleines Paradies für sich; und für jeden Kaninchenfan empfehle ich einen Ausflug auf diese Insel. Was ich euch aber trotzdem sagen möchte: beachtet bitte, dass die Kaninchen immer alleine sind, nach ihren Instinkten leben und auch Revierkämpfe an der Tagesordnung stehen können. Das sieht man ggf. manchen Kaninchen an. Ausgefranste Ohren, teils eingerissen – gerupftes Fell und Co. Vielleicht auch Kaninchen mit Schnupfen, all die können euch begegnen. Es ist nicht nur “Kawaii!”, sondern tut bei dem ein oder anderen Mümmelmann vielleicht auch weh, aber damit muss man sich arrangieren können. 
Die Kaninchen leben seit Jahren dort und helfen sich gegenseitig, ihr Leben ist so “in Ordnung”, wie es ist – nicht vergessen. ❤

Mit diesem Ausflug endete auch mein Präfektur Hiroshima-Trip. In drei Tagen konnte ich diese Präfektur einigermaßen kennenlernen, aber es würde den Bogen überspannen, wenn ich behaupte, dass ich Hiroshima kenne. Sobald ich die Möglichkeit habe, besuche ich diese Präfektur auf jeden Fall noch einmal; es ist wunderschönes Fleckchen Erde, dass durch seine Geschichte traurige Berühmtheit erlangt hat. Aber: ein Besuch lohnt sich! 

Finde hier meinen ersten Tag in Hiroshima, bei welchem ich u.a. das Friedensmuseum besucht habe – hier den zweiten Tag, verbracht in Miyajima.

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