Reisepartner im Internet finden | Gastbeitrag von Sophia S.

 

 

 

 

Heute habe ich euch einen Beitrag einer ganz lieben und wunderbaren Freundin mitgebracht. Sie beschreibt, wie es sein kann, einen Reisepartner im Internet zu finden. Dass sie dabei unsere Story verwendet, finde ich echt schön. ♥

Danke dir, liebe Sophia und nun: let’s go!

 

 

 

 

Konnichi-wa minna-san !

Mein Name ist Sophia, ich bin im Jahre 1993 geboren und studiere zur Zeit “Soziale Arbeit” in Frankfurt am Main. Ich selbst bezeichne mich als kleiner, runder, neugieriger, humorvoller und verpeilter Flummi, mit großer Liebe zum Reisen und den damit verbundenen Abenteuer.

Heute habe ich die Ehre einen kleinen Gastbeitrag zu schreiben. Dieser handelt von einer Erfahrung, die mein Leben absolut bereichert & um vieles schöner gemacht hat!

Ich möchte euch erzählen, wie ich Nathalie im Internet kennen lernte, was wir zusammen in Tokyo erlebten – und sich daraus bis heute entwickelte. Durch diesen Beitrag möchte ich euch auf den Weg geben, dass “alleine reisen” nicht gleich “einsam sein” bedeutet.

Im August 2016 plante ich meine erste große Reise “alleine”.

– Alleine Reisen – darunter kann jeder etwas anderes verstehen. Für mich selbst bedeutet es, ohne Freunde, Familie oder Bekannte auf Reisen zu gehen und die sich daraus resultierende Unabhängigkeit und Freiheit zu genießen.
Einen Schluck vom Trank der Freiheit wollte ich unbedingt probieren.

Ich entschied mich solo nach Japan zu reisen – ein Land, von dem ich bis dato wenig wusste – welches für mich noch unentdeckt, aber auch spannend erschien.
Trotz meiner Neugier zur Unabhängigkeit durfte ich nicht ausblenden, dass ich ein sehr offener und kommunikativer Mensch bin. Ich liebe es, neue Leute kennen zu lernen, interessante und intensive Gespräche zu führen, sowie Erfahrungen und Abenteuer auszutauschen. Das alles sind für mich immense Lebensbereicherungen, welche mir auf meinen Reisen nicht fehlen sollen.

Das Internet bietet mittlerweile eine sehr umfangreiches Netzwerk, welches sich in allen Bereichen des Lebens erstreckt. Eine bequeme Plattform um neue Leute kennen zu lernen. Gerade dann, wenn man die selben Leidenschaften teilt.
Kurzum entschied ich mich auf Facebook nach Leuten zu suchen, mit denen ich mich gegebenenfalls in Japan vor Ort treffen konnte.

Mit einem kurzen Text beschrieb ich, wer ich bin, was ich vor habe, wie lange ich mich in Tokyo aufhalte & nach was ich suche.
Aufgrund dieses Beitrags wurde Nathalie auf mich aufmerksam. Glücklicherweise schrieb sie mich direkt darauf an. Der Austausch begann. Man merkte sofort, dass man auf einer Wellenlänge war. Ich empfand sie als aufgeschlossen, unkompliziert und unfassbar sympathisch. Irgendwie waren wir so unterschiedlich, aber doch so gleich. Wir schrieben viel, sendeten uns Sprachnachrichten. Es stelle sich heraus, dass sie sich nur einen Tag vor meinem Abflug nach Japan machte – alleine – genau wie ich. Wir verstanden uns auf Anhieb super & ich freute mich schon nach wenigen Nachrichten, sie in Tokyo treffen zu können.

Der Kontakt mit Nathalie & die Vorfreude auf unser erstes Treffen ließ ich auch meine Freunde und Eltern spüren. Ich kam nicht drum herum, ihnen von ihr zu erzählen.
Meine Eltern waren sehr beruhigt – freuten sich darüber & waren dankbar, dass jemand vor Ort für mich da war – am anderen Ende der Welt.
Außerdem empfanden sie die Situation als sehr amüsant – zwei Mädchen lernen sich via Internet kennen & treffen sich das erste Mal am anderen Ende der Welt. Verrückt!! :)

Bis zum Tag des Abflugs standen wir in Kontakt. Wir philosophierten darüber, was wir gemeinsam unternehmen würden. Wir lernten uns kennen, erzählten viel.
Kurz um: Ich hatte ein wahnsinnig gutes Gefühl bei ihr – und ich sollte nicht enttäuscht werden.
Außerdem war ich dankbar, dass ich gerade die ersten Tage in dem Dschungel von Tokyo nicht so ganz alleine auf mich gestellt war.

Dann kam der große Tag.
Für sie am 31.07.2016 – für mich einen Tag später.
Nachdem auch ich den Jetlag einigermaßen überstanden-, mich sortiert- & zurecht gefunden hatte, machten wir einen Treffpunkt aus.
Das Starbucks-Cafe direkt an der bekannten Shibuya-Kreuzung sollte es also werden.
Ich erinnere mich noch genau, wie Nathalie schon vor dem Eingang auf mich wartete. Strahlend ging ich auf sie zu & begrüßte sie mit einer herzlichen Umarmung.

Man konnte sofort spüren: Es passt! Keine Sekunde lang hatte ich Zweifel an dieser außergewöhnlichen Begegnung. Es fühlte sich rundum gut an! Ich hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.
Nun, ich gehe einmal stark davon aus, dass Nathalie ebenso empfand. Denn nach wenigen Minuten machten wir uns schon auf den Weg, um gemeinsam die Metropole Tokyo unsicher zu machen.

Ich bin dankbar und gesegnet, dass ich den Schritt wagte & im Internet nach Reisepartnern – bzw. neuen Begegnungen auf Reisen – suchte. Natürlich weiß man nie, was einen erwartet. Es hätte genauso gut in die Hose gehen können – vielleicht trifft man die Person und man ist einfach nicht auf einer Wellenlänge, die Vorstellungen und Ansichten weichen voneinander ab, man selbst möchte den Tag anders gestalten und, und, und….

Wichtig ist natürlich:
immer offen, ehrlich & authentisch sein! Keiner hat etwas davon, wenn man sich verstellt, nur um dem Anderen zu gefallen, oder eben nicht alleine zu sein.
Ihr dürft nicht vergessen, dass man in der Regel viel viel Geld und Zeit in eine Reise investiert. Also holt das Beste raus, sucht euch neue coole Leute zum abhängen.
Nicht vergessen: Menschen, die einem im Leben begegnen, sind entweder eine Bereicherung oder eine Lehre. Beides sollte man im positiven Licht sehen.

Zwischen Nathalie und mir hat sich mittlerweile eine enge Freundschaft entwickelt. Trotz der Distanz zwischen Japan und Deutschland, sind wir immer füreinander da und halten den Kontakt. Wir sagen uns, dass wir uns lieb haben. Aber auch, wenn man mal so richtig am “abkotzen” ist. Was eine richtige Freundschaft eben ausmacht.

Mein Fazit? Klar wie Kloßbrühe!!
Ich würde jederzeit wieder neue Leute über das Internet kennen lernen und Kontakte knüpfen. Es kann sich nur lohnen!
Natürlich muss man auch der Typ dafür sein, um offen auf neue Menschen zu zugehen und sich ein wenig ins Ungewisse zu stürzen. Von Vorteil ist es umso mehr, wenn man zusätzlich noch unkompliziert ist. :)
Das ist das A und O!

Falls du – liebe Leserin/lieber Leser – es bis zu diesem letzten Satz geschafft hast, möchte ich dir danken, dass du meinen kleinen Bericht bis zum Ende gelesen hast – und wünsche dir von Herzen ganz tolle Menschen, die dir noch auf deinen weiteren Wegen begegnen sollen.
Aber vor allem den Mut, den Weg zu gehen, den Nathalie und ich gegangen sind.

Namasté

Eure Sophia



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