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Die Drei | 3 Städte, die sich als Einstieg ins Work&Travel eignen

Japan ist ein Land mit unheimlich schöner Landschaft, großen Städten und oft verbinden manche Städte auch genau das miteinander. Gerade am Anfang eines Work and Travels stellst du dir sicher die Frage: wo soll ich anfangen? Natürlich kann sich deine Entscheidung vor allem an deinem Ankunftsort, also dem Flughafen, bei welchem du landest, anlehnen. Doch nach einigen Tagen möchtest du sicherlich auch durchstarten; vielleicht auch was deinen Job angeht. 

(Wie ich mich auf den Weg zu meinem ersten Job gemacht habe, kannst du übrigens hier nachlesen.) 

Natürlich bist du nicht nur nach Japan gekommen, um dort zu arbeiten. Du möchtest etwas erleben, Spaß haben und einfach ein tolles Jahr am anderen Ende der Welt verbringen. 
Ich kann das nachvollziehen: anders ging es mir natürlich auch nicht. ^.^ 

Trotzdem habe ich mit der heutigen kleinen Auswahl, von drei Städten, die dir den Anfang in ein Work and Travel in Japan deutlich erleichtern kann, einen Augenmerk auf das Thema “Arbeit finden” gelegt. Denn sagen wir es einfach, wie es ist: Japan ist teuer. Und wenn du nicht gerade ein Native-Speaker der englischen Sprache bist, ist das Risiko leider sehr groß, dass du als Englischlehrer gar nicht erst zur Kenntnis genommen wirst.

Wie schon bereits beim Einstandsbeitrag von “Die Drei” (3 Dinge, die du als erstes in deinem Work&Travel erledigen solltest) findest du auch hier in diesem Beitrag meine rein subjektive Meinung zu diesem Thema. Aber das kennst du ja schon… ;)

Nun geht es aber wirklich um die Städte, die dir einen Start in dein Work&Travel in Japan erleichtern!

Tokyo

Wer hätte es gedacht? Tokyo. Die Hauptstadt Japans ist natürlich mit von der Partie. Aber warum ist dem so?

Nun ja. Erst einmal hat Tokyo zwei Flughäfen, Haneda und Narita. Und von den meisten deutschen Flughäfen, werden diese nun einmal am häufigsten angeflogen. Aber das ist natürlich nicht der Grund, warum Tokyo als Einstiegsstadt so ziemlich phänomenal ist. Natürlich erspart es dir einige Kosten und Mühen, wenn du gleich zu Anfang in Tokyo bleibst, nachdem du dort gelandet bist. 

Aber die Tatsache, dass Tokyo eine wahnsinnige Großstadt ist und dir aus diesem Grund auch eine – potentiell – große Anzahl an Arbeitsmöglichkeiten bietet, ist nicht außer Acht zu lassen. 

Jetzt aber erst einmal ein paar Randinformationen zur Stadt: 
• Tokyo ist die Hauptstadt Japans
• Tokyo gilt nicht nur als Hauptstadt, sondern hat einen Großraum hinter sich stehen, zu welchem auch andere Bezirke “in der Nähe” gehören
• Der Großraum Tokyo ist zur Zeit der größte Ballungsraum der Welt

Natürlich heißt es jetzt: Waaarte mal! Größter Ballungsraum? Dann sind die Mieten doch enorm hoch!
Ja, das stimmt. Tokyo ist alles andere als günstig. Aber wenn du nicht in einem 5-Sterne-Hotel leben möchtest, sondern gewillt bist, dir mit anderen Personen ein Gebäude (ggf. sogar ein Zimmer) zu teilen, kann das Ganze günstig werden. 

Der Vorteil an diesem Großraum ist natürlich, dass es jede Menge Arbeitsplätze gibt. Ich habe in meinen insgesamt fünf Monaten in Tokyo jede Menge Jobs “ausprobieren” können. Zum einen war ich, ganz zu Anfang meines Work and Travels, in einem englischsprachigen Kindergarten angestellt. (Da hat mich die Tatsache, dass ich gelernte Erzieherin bin, sehr unterstützt.) Zum anderen war ich in meinen Zeiten vor Ort, als Deutschlehrerin tätig, habe nebenbei auf dem Weihnachtsmarkt gejobbt, Flyer für ein deutsches Restaurant verteilt (und nebenbei als Aushilfe gekellnert) und für eine Sprachschule, mit einstündiger Anreise (im Großraum Tokyo) Flyer verteilt. 

Hier sieht man leider auch das größere Übel: es gibt zwar unzählige Jobs in der Hauptstadt, aber leider sind diese gefühlt überall verstreut. Also musst du damit rechnen, dass du für deine Anreise auch mal bis zu einer Stunde benötigst, obwohl du in der gleichen Stadt unterwegs bist.

Aber was spricht, neben der Arbeitsangebote, noch für Tokyo?

Jeder der schon einmal vor Ort war, weiß, dass es gerade in dieser Stadt Unterschiede, wie Tag und Nacht gibt. Von der einen zur anderen Minute, kann man umgeben von Bäumen sein. Der Krach der Straße ist nicht mehr zu hören und du kannst in aller Ruhe deinen Gedanken nachhängen. (Und das solltest du hin und wieder mal tun… ^.^) 

Tokyo, als Hauptstadt Japans, ist außerdem an “Work and Traveller” gewöhnt, sodass sie wissen, dass wir alles andere als gut betucht sind und uns trotzdem Wohnraum zur Verfügung stellen. Außerdem kannst du vor Ort großes Glück haben und auf jede Menge Leute treffen, welche Deutsch sprechen oder es wenigstens versuchen. Hier können sich auch ganz tolle Freundschaften entwickeln. Probier es einfach mal aus!

Aber natürlich ist Tokyo nicht die einzige Stadt, die sich für den Einstieg ins Work and Travel eignet. Kommen wir zu einer anderen Großstadt, die – fast – so groß ist, wie Tokyo, aber einfach komplett anders ist.

Osaka

Osaka. Liebe und Hass zugleich. Jedenfalls bei mir. Trotzdem möchte ich dir natürlich nicht die Chance rauben, genau dort dein Work and Travel zu beginnen. Auch Osaka zeigt ähnliche Vorteile auf, wie der Großraum Tokyo.

• Osaka ist die Präfekturhauptstadt der Kansai-Region
• Osaka steht nach Tokyo und Yokohama (die in einen Ballungsraum zählen) auf dem zweiten Platz der größten Städte Japans
• Das Ballungsgebiet Osaka zeigt, genau wie Tokyo, dass es Stadt und Land vereinen kann

In Osaka habe ich während meines Work and Travels insgesamt drei Monate gewohnt (irgendwie kam es mir viel länger vor…) 

Sicher ist den meisten bekannt, dass es in Osaka – gefühlt – nicht ganz so ruhig und zurückhaltend zugeht, wie es in Tokyo der Fall ist. Ich habe diese Stadt immer ein wenig – in ihrer Art – mit Köln bzw. dem Rheinland verglichen. Das Herz auf der Zunge und immer offen. (Wieso habe ich mich da eigentlich nicht so wohlgefühlt, wie es der Fall hätte sein sollen…?) 

Osaka bietet dir jede Menge Arbeitsangebote und ein unheimlich schönes Stadtgebiet. Ganz nebenbei: das Osaka-jo (das Schloss von Osaka) ist immer einen Besuch wert und sollte von dir einmal besucht worden sein. ^.^

Dort habe ich in der Nähe der Shinsaibashi in einem Hostel gearbeitet und das kannst du auch! Osaka strotzt vor Hostels, welche vor allem auf Work and Traveller setzen, die ihnen Unterstützung zukommen lassen. Natürlich ist es nicht der schönste Job der Welt, doch vielleicht kannst du hier Arbeit und Wohnung miteinander vereinen, was zusätzlich ein wenig Geld spart, um in Japan zu reisen. 

(Von Osaka aus, hat es mich übrigens in die Präfektur Hiroshima und dort zur Haseninsel, Okunoshima, verschlagen. Hasen-/Kaninchenfan? Dann schau mal bei diesem Beitrag vorbei. Ich liebe diese Kaninchen!) 

Aber welche Stadt, außer Tokyo (megagroß!) und Osaka (groooß!) eignet sich denn sonst, zu einem Start in dein Work and Travel? 

Eigentlich müsste ich diesen Beitrag umbenennen, in “4 Städte, die sich als Einstieg in das Work&Travel eignen”, aber dann passt der Reihenname nicht mehr ganz. Lange habe ich auch überlegt, ob ich euch die letzte Stadt überhaupt noch nennen soll, aber ich nehme sie doch sehr gerne mit auf in diese Liste, weil sie sonst gar nicht so bewusst wahrgenommen wird.

Aber nun erst einmal zu der dritten Stadt, die ich auf jeden Fall, auf dieser Liste wissen wollte.

Kyoto

Ja, Kyoto. Wer hätte es gedacht? Ich liebe Kyoto! Auch wenn ich nicht lange vor Ort war, war es eine der schönsten Stopps in meinem Work and Travel. 

Kyoto, als alte Kaiserstadt bekannt, gibt einem so vieles und hat, obwohl es zum Großraum Osaka zählt, so gar nichts von dem großen Großstadtflair, worüber ich sehr glücklich bin.

Aber nun einmal zu den kleinen Fakten, über Kyoto.
• Kyoto zählt in den Großraum Osaka, ist jedoch bis zu ein einhalb Stunden mit dem Zug von dieser Stadt entfernt
• Kyoto bietet dir, neben Stadt, vor allem ganz viel Land, was klar wird, wenn du den städtischen Teil verlässt
• Die Stadt Kyoto bietet dir jede Menge Kultur. Es gibt sogar die Bezeichnung “UNESCO Weltkulturerbe – Historisches Kyoto”

In meinem einen Monat, den ich in Kyoto gewohnt habe, habe ich über eine Internetplattform meinen Weg zum Japanese Cat Network, Kyoto, gefunden. 

(Wenn du dich dafür interessierst: hier habe ich einen Beitrag dazu geschrieben.) 

Zusätzlich habe ich auch in der Deutschen Schule Kyoto gearbeitet; hierfür bin ich aber immer aus Osaka angereist, was mit einer Direktverbindung relativ einfach war. 

Kyoto bietet dir jede Menge Kultur und du wirst von seinem Charme durchaus verzaubert sein. Du hast die Möglichkeit, dich zurückzuziehen und solltest du trotzdem einmal Action brauchen, ist Osaka nicht weit weg. Ansonsten geht es hier eher ruhig zu, außer du läufst in eine Demonstration rein – aber das ist ein anderes Thema. 

Gerade zum Herbst hin, hat sich Kyoto zu meiner Lieblingsstadt gemausert (jedenfalls in dieser Jahreszeit) und ich war immer wieder froh, wenn ich der Großstadt hier einmal entfliehen konnte. Vielleicht wird es dir genau so gehen, wer weiß. 

Jetzt zu der Stadt, die sich hinterrücks noch in dieses “Ranking” gemausert hat.

Fukuoka

Fukuoka. Zack. Damit hatte wohl niemand gerechnet. Ich auch nicht, als ich die Idee zu diesem Beitrag hatte. Aber gut: es gibt immer was Neues.

Fukuoka liegt, im Gegensatz zu den vorangegangen Städten nicht auf der Hauptinsel Honshu, sondern auf der Südinsel Kyushu und ist somit ein wenig Ab vom Schuss. Doch lässt sich auch Fukuoka – mit einem Umstieg – als direktes Flugziel nutzen. 

Dennoch: warum ausgerechnet Fukuoka? 

Fukuoka habe ich selbst relativ spät in meinem Work and Travel kennengelernt. Genauer gesagt, war es meine letzte “Wohn”-Station, bevor es zurück nach Deutschland ging. Doch, was macht diese Stadt zu einer Einsteigerstadt, obwohl sie soweit weg vom Schuss ist?

• Fukuoka bietet dir, als größte Stadt Kyushus jede Menge Möglichkeiten
• Fukuoka ist mit rund 1,58 Millionen Menschen, die kleinste der aufgezählten Städte und nur minimal größer als München 
• Aber auch Fukuoka bietet dir, die Möglichkeit Arbeit anzunehmen und ein anderes Japan zu entdecken 

Fukuoka ist, mit seinem Standort auf Kyushu, weit weg von den anderen Einsteigerstädten, die ich dir aufgezählt habe. Doch erstaunlicherweise sehe ich auch in dieser Stadt ein unheimlich großes Potenzial, Japan kennenzulernen – mal so ganz anders. 

In Fukuoka selber habe ich, neben Online-Unterricht, keine Arbeit mehr angenommen. Ich wollte noch eine kurze Ruhepause vor meinem Arbeitsalltag auf Okinawa einlegen, zu dem es aber leider nicht mehr gekommen war. 

Doch habe ich in Fukuoka selber einige Sprachschulen ausfindig machen dürfen, bei welchen auch deutsche Work and Traveller gerne und oft gesehen werden. Auch hier kannst du also in dein Work and Travel starten und dich von einem anderen Punkt aus, in dein Jahr reinmausern.
Vielleicht auch ein guter Plan?

Das war also nun ein kleiner Einblick in drei, naja gut: vier verschiedene Städte, in welchen du dein Work and Travel in Japan starten kannst. 

Ich habe meines in Tokyo gestartet und das war auch in Ordnung so. Aber wer weiß: vielleicht würde ich es mit meinem jetzigen Wissen, bei einem nächsten Mal anders machen?

Von wo bist du in Japan gestartet? Welches war deine Einsteigerstadt? Oder überlegst du noch, ob und welche Stadt, die Richtige für dich wäre? Ich hoffe, dass ich dir mit meiner kleinen Aufzählung ein wenig Unterstützung geben konnte. 

Bei Fragen und Anmerkungen kannst du gerne hier einen Kommentar verfassen oder dich privat an mich wenden. Das entweder über nathalie(@)reisewoelkchen.de oder per Facebook/Instagram. Ich freue mich auf dich!

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